Überschriftmarkierung Je höher der Verkaufgspreis desto mehr Verluste drohen

Quelle Bild und Text: Fachmagazin Immpuls externer link Autor: Werner Berghaus

Wer sein Haus oder sein Wohnung privat anbietet, hat selten eine genaue Vorstellung vom Marktwert dieser Immobilie. Dies führt dann dazu, dass in Verkaufsanzeigen meist mit ausreichend „Verhandlungsspielraum“ zum tatsächlichen Wert der Immobilie geplant wird.

Hoch pokern und haushoch verlieren?

Was viele Experten immer schon ahnten, konnte nun in einer ausführlichen Studie nachgewiesen werden. Der Preis ist noch heißer! Der richtige Angebotspreis beim privaten Verkauf einer Immobilie.

Die Tabelle zeigt die Abhängigkeit von einem gewünschten Verkaufspreis zur Länge der Verkaufsdauer

5 Prozent

Untersucht wurden der ursprüngliche Angebotspreis, die Dauer der Vermarktung und der spätere Verkaufserlös. Das Ergebnis überraschte selbst Experten: Wer eine Immobilie mit nur 5 Prozent oberhalb des Marktwertes anbietet, darf mit einer Vermarktungsdauer von 63 Tagen rechnen.

10 Prozent

Wird der „Verhandlungsspielraum“ größer, verlängert sich die Zeit bis zum Verkauf dramatisch. Bei 10 Prozent Aufschlag sind es schon 281 Tage und bei 20 Prozent braucht es mehr als ein Jahr, nämlich 379 Tage.

„Wenn es mehr Geld bringt, warte ich gerne ein Jahr“, wird sich mancher Eigentümer denken - weit gefehlt!

Je höherder Einstiegspreis, desto niedriger der Erlös. In Zahlen: Wer eine lmmobilie beispielsweise im Wert von 300.000 Euro mit leichtem Verhandlungsspielraum von fünf Prozent, also für 315.000 Euro anbietet, verkauft später fast zum Marktwert, nämlich für 297.000 Euro.

Wer mit zehn Prozent Aufschlag startet, landet schon 4,5 Prozent unter dem Marktwert und veräußert die lmmobilie in diesem Beispiel für nur noch 289.000 Euro.

20 Prozent

Dramatisch endet es für mutige Anbieter, die 20 Prozent zu hoch einsteigen, hier etwa bei 360.000 Euro. Sie verlieren ganze 15 Prozent des Wertes ihrer Immobilie und verkaufen nach 379 Tagen (s.o.) für nur noch 255.000 Euro. Zählt man den Wertverfall der Immobilie und die lange Vermarktungszeit zusammen, dann entstehen durch falsches Taktieren erhebliche Vermögensverluste.

TIPP: Schauen Sie sich zu diesen Thema auch ein interessantes Video auf der Ursprungseite an.
Abbildung eines Videobildes von der Zeitschrift Immpuls